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  • Monika

Herpes Viren - Part III

Warum das Gürtelrosevirus nicht immer Ausschlag auslösen muss und wie Süßholzwurzel bei der Genesung dieser Krankheit hilft.


Wenn eine Krankheit schon "rose" im Namen trägt, kann sie doch gar nicht so schlimm sein! Möchte man meinen - die Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus. Auch bei der Gürtelrose handelt es sich um eine Krankheit, die durch Herpesviren ausgelöst wird, genau genommen durch das Varizella-Zoster-Virus. Von diesen Zoster-Varianten gibt es mittlerweile über 30 verschiedene. Sie sind für die unzähligen Symptome wie zum Beispiel Ausschläge, Nervenschmerzen, Juckreiz, Kribbeln, Brennen, chronische Migräne, Fazialisparese, Frozen Shoulder oder Dickdarmentzündungen verantwortlich.


Grundsätzlich unterscheiden sich die Gürtelrose auslösenden Viren darin, dass einige von ihnen Ausschläge verursachen und andere wiederum keine Ausschläge hervorrufen.


      |Ansteckung


Wie bei allen anderen Viren auch, ist die Infizierung mit einem der Herpes-Zoster-Stämme bereits im Mutterleib möglich, wenn das Virus über das Blut der Schwangeren an das ungeborene Kind weitergegeben wird. Auch eine Transfusion mit infiziertem Blut kann ein möglicher Ansteckungsweg sein, genau wie der Austausch von Körperflüssigkeiten. Der einzige Weg, der, laut Anthony William, keine Übertragung zulässt, ist der über Windpocken. Diese werden zwar auch über Viren der Herpes-Familie hervorgerufen, jedoch über eine komplett andere Art.


Hat sich das Virus erst einmal in unserem Körper gemütlich eingerichtet, dauert es meist zehn bis zu 50 Jahre, bis sich das Virus überhaupt bemerkbar macht. Verfügt ein Mensch beispielsweise über ein überaus gestärktes Immunsystem, kann das Virus sogar ein ganzes Leben lang ruhend in unserem Körper leben ohne dass wir davon beeinträchtigt werden.


Kommen wir nun aber zu dem Fall, der die meisten Menschen beschreibt: das Immunsystem ist geschwächt und das Virus begibt sich aus seinem Versteck in der Leber. Sein bevorzugter Weg ist nun zunächst in den unteren Teil der Wirbelsäule. Hier heißt sein erklärtes Ziel: Entzündung des Ischiasnerv. Plötzlich auftretende Schmerzen im unteren Rücken, die ohne ersichtlichen Grund entstehen, können demnach ein Indiz für das Gürtelrosevirus sein, welches fröhlich zwischen Leber und Wirbelsäule "hin- und herfährt".


      |Herpes Zoster mit Aussschlag


Sieben Stämme dieses speziellen Virus führen zu Hautausschlag, der von unansehnlichen, schmerzenden Pusteln begleitet wird. Unterscheiden kann man diese Stämme lediglich durch ihre Lokation.


Oberkörper und Kopf

So gibt es Herpes Zoster, das ausschließlich am Oberkörper ausbricht also von der Brust an aufwärts. Auch am Kopf kann sich das Virus bemerkbar machen. Bei dieser Form entstehen jedoch kleinere Pusteln als bei anderen Formen, die eine dornenähnliche Oberfläche aufweisen.


Vaginalbereich

Besonders unangenehm ist jedoch der Ausbruch des Virus im Vaginalbereich. Hier sind Entzündungen der Haut besonders am Damm, in der Leistengegend oder auch in der Pofalte zu sehen. Anders als die Herpes simplex Viren, die ebenfalls im Genitalbereich ausbrechen, verursacht diese spezielle Herpes-Zoster-Form zusätzlich Schmerzen und die Pusteln entstehen auch in größeren Abständen als bei HSV-1 und HSV-2.


Arme/Hände

Ein weiterer Stamm der Zoster-Gattung führt zu Ausschlag an beiden Armen/Händen, wohingegen eine andere Form nur einen Arm/Hand befällt. In beiden Fällen zeigt sich der Hautausschlag picklig mit großen und kleinen Pusteln in größeren Abständen.


Klassischer Herpes Zoster und Beine

Auch die Beine können Ziel des Ausbruchs werden. Jedoch gibt es für den Befall beider Beine einen anderen Zoster-Stamm als für den Befall, der nur ein Bein entzündet. Bei dieser Form handelt es sich nämlich um das Herpes Zoster Virus, das für das klassische Erkrankungsbild verantwortlich ist. In diesem Fall kann der Ausschlag überall von der Brust bis zu den Füßen auftreten. Befallen ist bei dieser klassischen Form jedoch immer nur eine Körperseite.


      |Herpes Zoster ohne Ausschlag


Auch von dieser Virusart gibt es, wie kann es auch anders sein, mehrere Untergruppen. Acht Herpes-Zoster-Stämme verlaufen ohne Hautausschlag, zählen zusammen mit den sieben Ausschlag bildenden Stämmen jedoch zu den häufigsten Arten des Herpes-Zoster-Virus.


Zoster-Neuralgie/diabetische Polyneuropathie

Diese Art befällt die unteren Extremitäten und verursacht dort Nervenschmerzen, Taubheit und ein brennendes Gefühl. Dieses Krankheitsbild wird oft als diabetische Polyneuropathie fehldiagnostiziert. Mit Diabetes haben die Empfindungen in den Beinen jedoch nichts zu tun, denn es handelt sich bei der Zoster-Neuralgie nicht um abgestorbene, sondern entzündete Nerven.


Kraniomandibuläre Dysfunktion und Fazialisparese

In diesem Fall wandert das Virus zum Zahnfleisch und dem Kiefer und entzündet beide. Auf seinem Weg in den Mundraum gelangt das Zoster Virus manchmal auch auf Nervenbahnen, die für die Motorik des Gesichts zuständig sind. So können auch eine Fazialisparese (Gesichtslähmung) oder eine kraniomandibuläre Dysfunktion (virale Entzündung wichtiger Gesichtsnerven) entstehen. Eine Wurzelbehandlung oder Zahn-OP ist an dieser Stelle nicht die Lösung, da nicht der Zahn, sondern die Nerven beschädigt sind.


Frozen Shoulder

Die Medizin nimmt bei der Versteifung der Schulter an, es handle sich um eine infektiöse Schleimbeutelentzündung. Tatsächlich sind hier aber keine Bakterien, sondern Herpesviren am Werk. Diese entzünden schließlich die Nerven in der Schulter und führen dazu, dass diese versteift.


Dickdarmentzündung

Auch hier steckt das Varizella-Zoster-Virus dahinter. Es führt zu Entzündungen und Blutungen in der Darminnenwand. Die Behandlung mit Immunsuppressiva oder Antibiotika, die von Ärzten häufig herangezogen wird, nährt das Virus und verhindert damit die Genesung.


Vaginalbereich

In diesem Fall verursacht eine spezielle Art des Zoster-Virus ein Brennen an Blase und Rektum, das durch eine entzündete Scheideninnenwand hervorgerufen wird. Auch hier empfiehlt es sich nicht, das Problem mit Hormonen zu beheben, da sich das Virus von diesen ernährt und das den Zustand nur verschlimmern würde.


Juckreiz und Brennen

Einer der Stämme, der keinen Ausschlag bildet, löst einen extremen Juckreiz aus, der sich nicht kratzen lässt, da die irritierten Nerven zu weit unter der Haut liegen. Man ist dem juckenden Gefühl quasi wehrlos ausgeliefert. Ein anderer Stamm verursacht hingegen starkes Brennen am gesamten Körper. In diesem Fall befällt das Virus die Ganglien (Teil des Nervensystems) und entzündet von diesem Punkt aus sämtliche Körperregionen. Eine weniger aggressive Virusart führt ebenfalls zu einem brennenden Gefühl, jedoch lediglich an Armen und Beinen.


Nun bleibt noch die Frage offen, warum einige dieser Herpes-Zoster-Stämme Ausschlag bilden und andere nicht. Der Grund hierfür ist, wie so oft bei Viren, ein Neurotoxin. Dieses Nervengift, welches das Virus ausscheidet, entzündet im Fall der sieben Ausschlag bildenden Virusarten die peripheren Nerven und die Haut und sorgt so für den juckenden, roten Ausschlag.


Auch die acht Stämme, die keinen Ausschlag bilden, produzieren dieses Nervengift. Es wandert hier allerdings zu den größeren Nervensträngen im Inneren unseres Körpers und entzündet somit nicht die Haut.


|Genesung und Prävention


Wie im zweiten Artikel dieser Serie bereits erwähnt, schauen wir uns abschließend noch die Möglichkeiten an, wie wir uns vor Viren der Herpes-Familie schützen können. Viele der virentötenden Supplemente findest du auch hier.


  • Zink (baut das Immunsystem auf)

  • L-lysin (verhindert die Ausbreitung von Viren)

  • Vitamin B-12 (regeneriert Nerven)

  • Süßholzwurzel (fungiert wie ein Kleber, der Viren davon abhält zu wachsen, essen oder sich zu bewegen)


Obst und Gemüse zählt durch seine antiviralen Eigenschaften zum Nummer 1 Abwehrstoff gegen Viren. Knoblauch, Zwiebel, Ingwer oder Spirulina helfen dem Körper ebenso gegen virale Angriffe. Die Entscheidung, ob sich der Organismus gegen Viren durchsetzen kann, hängt stark von der Wahl der Lebensmittel eines Einzelnen ab. Auf Eier, Milchprodukte, Rapsöl und Mais sollte bei viralen Problemen verzichtet werden. In meinem Artikel "No-Foods" erkläre ich, warum Anthony William diese Produkte auf die "Rote Liste" gesetzt hat.

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