Immunsystem

Warum wir eigentlich von der Leber sprechen, wenn wir Immunsystem sagen und warum die Pubertät eine kritische Zeit für unser Abwehrsystem ist.


Wenn wir über das Immunsystem sprechen, so sprechen wir eigentlich über das Leber eigene Immunsystem. Ja, die Leber hat ein eigenes Immunsystem - genau wie jedes andere Organ in unserem Körper. Der Unterschied: Gesundheit oder Krankheit entscheiden sich in der Leber. Sie filtert nicht nur unser Blut und scannt es, auf der Suche nach Fremdkörpern, sie kümmert sich auch um die Speicherung von Nährstoffen UND Giftstoffen.


Aus diesem Grund muss das Leber eigene Immunsystem auch das stärkste und aufmerksamste in unserem gesamten Körper sein. Wenn wir also über unser Immunsystem sprechen, wenn uns zum Beispiel mal wieder eine Erkältung erwischt hat, dann meinen wir eigentlich das personalisierte Immunsystem der Leber!


|Aufbau


Ein Heer aus sechs verschiedenen Immunzellen bildet das Leber eigene Immunsystem. Es besteht unter anderem aus den weißen Blutkörperchen der Leberpfortader, den weißen Blutkörperchen der Leberschlagader und den weißen Blutkörperchen der hepatischen Gefäße. Diese drei Einheiten überwachen quasi die Eingänge der Leber. Durch die Pfortader strömt das meiste Blut in das Organ, hier ist also die größte Aufmerksamkeit gefragt. Die Leberschlagader befördert das Blut des Herzens und die weißen Blutkörperchen der hepatischen Gefäße schwimmen einen langen Weg, entgegen des Blutstroms, die Pfortader hinab und bewachen die Gefäße, die zur Pfortader hinführen.


Man kann sich diese Immunzellen wie Türsteher vor einem Club vorstellen. Hinein kommen nur geladene Gäste! Und Viren, Bakterien, Schwermetalle oder Fette stehen zum Beispiel nicht auf der Gästeliste... Die oben aufgeführten Immunzellen haben die Aufgabe Giftstoffe und Krankheitserreger abzutöten. Sollte sich aber doch einmal ein Virus oder Bakterium an den Türstehern vorbeischleichen und in den Club (die Leber) gelangen, treffen die Eindringlinge dort bereits auf die nächste Schutzmauer des Organs: die weißen Blutkörperchen der Leberläppchen.


Die Leberläppchen kann man sich vorstellen wie verschiedene Abteilungen eines Unternehmens oder, um bei unserem Clubbeispiel zu bleiben, wie verschiedene Areas in einem Club. In den Areas arbeiten wiederum Menschen - Barkeeper und DJs zum Beispiel. In der Leber heißen diese Mitarbeiter Leberläppchen-Elfen. So nennt Anthony William sie zumindest.


Die Leberläppchen-Elfen sortieren die Stoffe, die in die Leber gelangen, nach "brauchbar" und "unbrauchbar". Unbrauchbares wird mit einem entsprechenden Vermerk versehen, sodass im gesamten Organismus klar ist, dieser Stoff muss auf direktem Wege ausgeschieden werden. Das Problem: alles Unbrauchbare schwächt die Leberläppchen-Elfen und entzieht ihnen Energie. Je mehr "Dreck" in die Leber kommt, desto ungenauer wird der Sortiervorgang.

Um den Vorgang besser greifen zu können, werfen wir nochmal einen Blick in unseren Club. Hier würde sich die Situation wie folgt darstellen: Mehr Menschen als gewöhnlich sind zum Feiern gekommen und möchten nun einen Drink bestellen. Der Barkeeper kommt aufgrund der Menschenmasse in Stress und mixt aus Versehen in einen "Sex on the Beach" Gin und in einen "Gin tonic" Vodka! Seine Arbeit wird durch den überwältigenden Andrang von Menschen ungenau.


Kommen wir zurück zur Leber. Die gibt an dieser Stelle noch nicht auf - es fehlen schließlich noch zwei ihrer Immunzellen-Einheiten, die dem Organ unter die Arme greifen können. Eine der wichtigsten Aufgaben der Leber ist die Produktion von Gallensäure. Aus diesem Grund sind auch am Gallengang Immunzellen platziert, die darauf achten, ob Fremdkörper und Giftstoffe in der Gallensäure enthalten sind und ihren Weg in die Gallenblase finden könnten, um dort Entzündungen zu verursachen.


Die letzte Einheit, die Leberlymphozyten, befindet sich außerhalb der Leber. Die Leberlymphozyten bewegen sich in und außerhalb der Lymphbahnen, die direkt um die Leber herumlaufen. Von dort aus überwachen sie das tägliche Geschehen in der Leber und können im Zweifel sogar eingreifen, indem sie ihren Posten verlassen und in die Leber eindringen, um diese von Giftstoffen zu befreien.


|Hilfe zur Selbsthilfe


In den meisten Fällen ist unser Immunsystem aufgrund der Masse an Giftstoffen und Krankheitserregern, die in unseren Körper gelangen, im Dauerstress. Hinzu kommt, dass während der Pubertät, des Eisprungs, der Periode, einer Schwangerschaft oder der Geburt das Immunsystem teils stark absinkt, sprich die betroffene Person in dieser Zeit anfälliger für Infektionen ist. Frauen sind daher von einem geschwächten Immunsystem häufiger betroffen als Männer. Nichtsdestotrotz müssen wir alle, ob Mann oder Frau, auch durch die Pubertät - und die dauert bekanntermaßen nicht nur zwei oder drei Tage, sondern mehrere Jahre!


Damit Giftstoffe und Krankheitserreger keine Chance haben, lange in unserem Körper überleben zu können, müssen wir unser Immunsystem konstant aufrecht halten. Immunzellen benötigen Glukose sowie Vitamine, um Funktionieren zu können. Eine Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Kräutern und Wildpflanzen versorgt also nicht nur unsere Organe und Körpersysteme, sondern auch unser Immunsystem mit Energie. Der Verzicht auf die sogenannten "No-Foods" hungert Pathogene aus und erleichtert dadurch gleichermaßen die Arbeit der Immunzellen.


Diese können durch Viren oder Bakterien aber vor allem auch durch Adrenalin geschwächt oder sogar zerstört werden. Das Abtöten von Krankheitserreger bedeutet für Immunzellen immer auch den eigenen Tod. Eine gesunde Ernährung nach den Richtlinien von Anthony William stärkt nicht nur die bestehenden Immunzellen in unserem Körper, sondern ermöglicht auch die Produktion neuer.


Sollte das Immunsystem den Eindruck erwecken, im Keller zu sein, empfiehlt Anthony William die Zink-Schock-Therapie sowie die Vitamin-C-Schock-Therapie. Wie diese funktionieren, erfährst du hier. Ebenfalls hilfreich, um das Immunsystem aufzubauen sind Ingwer, Knoblauch, Chaga Pilz, Holunderbeeren(-saft), Hagebutte und Honig.


William rät zudem dazu, täglich ein Glas Thymiantee zu trinken, da Thymian stark antivirale Eigenschaften besitzt.

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