Nährhefe (Nutritional Yeast)

Warum die Flocken gar nicht so wertvoll sind, wie gedacht und welchen Schaden sie sogar in unserem Körper anrichten können.

 

Für all diejenigen, die mit Nährhefe (noch) nicht viel anfangen können (das wird spätestens nach diesem Artikel anders sein), sei an dieser Stelle kurz erklärt, dass sich die Nährhefe besonders in der veganen Küche an Beliebtheit erfreut, da sie einen herb, nussigen Geschmack hat und daher in Gerichten häufig als Käseersatz dient. Nährhefe ist eine meist mit Vitamin B12 sowie anderen Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Hefe, die wegen genau dieser Nährstoffe als besonders gesund gilt.


Wollen wir doch einmal aufdröseln, wie viel Wahrheitsgehalt in dieser Behauptung wirklich steckt!


|Pilzarten


Doch bevor wir uns mit den Details beschäftigen, müssen wir ein paar Basics klären. Denn eigentlich zählt die Hefe zu den Pilzen, doch laut Anthony William sind Pilze nicht gleich Pilze. Es gibt die essbaren Pilze, wie z.B. Champignons, die sich von Stoffen ernähren, die auch unseren Körper nähren würden und damit gute, ungefährliche Lebensmittel darstellen. Diese Art von Pilz wächst nicht für eigene Zwecke (also zum Erhalt des eigenen Lebens), sondern für den Erhalt und die Ernährung von menschlichen und tierischen Lebens.


Dann gibt es aber auf der anderen Seite auch Pilze, zu denen eben auch die Hefe und die Nährhefe zählen, deren einziges Lebensziel der Fortbestand des eigenen Lebens ist. Und genau deshalb essen diese Art von Pilze alles, also auch Stoffe, die unseren menschlichen Organismus nicht nähren würden. Um an den Giftstoffen, von welchen sich diese Art von Pilzen ernähren, nicht zu sterben, passen sich die Pilze ständig an die Struktur der Toxine an, indem sie ihre eigene Zellstruktur verändern. Dem ein oder anderen kommt dieses Prinzip vielleicht hinsichtlich der Krebszellen bekannt vor - zum Artikel gelangst du hier. Pilze wie die Hefe oder Nährhefe werden quasi zu dem, was sie essen und damit eben meist du reinen Giftstoffen.


|Glutaminsäure


So, nun wo wir schon ein bisschen tiefer in der Hefe-Materie drin sind, sprechen wir über die Probleme, die an diesem "Lebensmittel" haften. Obwohl Glutaminsäure in allen Lebensmitteln enthalten ist, also sowohl in Obst, Gemüse, Kräutern aber auch in Fleisch oder Milch (weil die Tiere sich ja auch von Pflanzen ernähren und damit die Glutaminsäure im Körper tragen), kommt die Glutaminsäure beim Verzehr von Nährhefe in hochdosierten Mengen vor. In kleinen Mengen, wie wir sie durch den Verzehr von Obst und Gemüse zu uns nehmen, ist die Glutaminsäure nicht schlecht oder gesundheitsgefährdend.


Nährhefe wird meist aus genmanipulierten Zuckerrüben oder der Melasse, die bei der Verarbeitung von Zuckerrüben entsteht, hergestellt. Hierdurch gelangt auch die Glutaminsäure in die Nährhefe. Wer sich die Hefeflocken dann löffelweise in und auf seine Gerichte gibt, führt sich auch große Mengen der Glutaminsäure zu - weitaus mehr, als würde man große Mengen von Obst oder Gemüse essen.


Die Crux an der Geschichte ist aber auch, dass die in Hefe/Nährhefe vorkommende Glutaminsäure den Geschmack und die Struktur von Glutamat nachahmt. Glutamat ist ein reines Gift für Leber und Gehirn. Der Geschmacksverstärker setzt sich vornehmlich in diesen Organen ab und löst vor allem im Gehirn Störungen unserer Nervenimpulse aus. Glutamat verursacht zudem eine Gehirnreaktion, die Suchtpotenzial hat, heißt Glutamat bzw. die in Hefe enthaltene Glutaminsäure, die Glutamat in seinem Vorkommen nachahmt, macht stark süchtig.


Glutamat häuft sich neben Neuronen in unserem Gehirn an, bildet dort sozusagen kleine Pakete und kristallisiert, wodurch Nervenimpulse stark beeinträchtigt werden. Auch die Nervenenden im Darm werden durch Glutamat gereizt.


|Nährstoffdichte


Entgegen der allgemeinen Meinung, dass Nährhefe reich an Vitaminen und Mineralstoffen sei, stellt Anthony William in seinem neuesten Podcast klar, dass die Nährstoffe in einem einzigen Blatt Spinat das Nährstoffaufkommen in Nährhefe in den Schatten stellen. Dies gilt im Übrigen für so gut wie jedes frische Lebensmittel. Soll heißen, laut Anthony William sind in der Nährhefe überhaupt nicht viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten, zumindest nicht so viele, dass es sich lohnen würde, frisches Obst und Gemüse mit Nährhefe zu ersetzen oder zu ergänzen.


Kommen wir abschließend nochmal zurück auf den Darm, denn nicht nur die Glutaminsäure kann dort Nerven reizen, auch die Hefe, also der Pilz selbst kann hier Probleme verursachen. Denn die Hefepilze, die ja nur ein Ziel haben, nämlich am Leben zu bleiben, essen auch die in unserem Darm vorhandenen guten Pilze und verändern damit unsere Darmflora negativ.


Von Kopf bis Fuß ist Nährhefe aber auch Hefe, die nach Anthony William zwar ein wenig anders strukturiert, aber deshalb nicht minder schlecht ist, keine gute Idee und vor allem keine Notwendigkeit, wenn man gesund werden oder bleiben möchte!

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