Das statische Gehirn

Welche Rolle Neuronen bei unserem Denken übernehmen und wie dieses durch Adrenalin, Schwermetalle und pathogene Keime beeinflusst wird.

 

In seiner neuesten Publikation "Brain Saver" (in deutscher Sprache ab 05.04.2023 erhältlich) geht Anthony William, wie man unschwer an dem Titel des Buches und an dem Titel dieses Artikels erkennen kann, auf das Gehirn ein. Und bevor wir nun in dessen Tiefen abtauchen, sollten wir einige grundsätzliche Dinge über unser Denkorgan klären.


Denn - ohne schon spoilern zu wollen - es wird auch in den folgenden Artikeln um spannende Fakten rund um das Gehirn und unser Nervensystem gehen und um jeweils schnell zum Wesentlichen kommen zu können, klären wir in diesem ersten Artikel doch einfach direkt die Frage: "Wer oder was sind eigentlich diese Neuronen, von denen Anthony William in Bezug auf unser Gehirn ständig spricht?!"


Neuronen sind Nervengewebe und als solches Teil unseres Gehirns. Es gibt Millionen von ihnen in unserem Denkorgan. Sie fungieren dort als Übersetzer von Informationen. Und genau diese Informationen erhalten die Neuronen durch und von Elektrizität, also von elektrischen Impulsen in unserem Gehirn.


Neuronen sind an jeder einzelnen Funktion im Körper beteiligt. Sie werden sowohl für das mentale, als auch das physische Wohlbefinden benötigt. Je gesünder und funktionstüchtiger die Neuronen sind, desto besser steht es um das Wohlbefinden (geistig/körperlich) eines Menschen.


|Aufgabenbereich


So, kommen wir jetzt aber zum Eingemachten! Neben der Aufgabe, Informationen aufzunehmen, zu registrieren und weiterzugeben, liegt es auch im Verantwortungsbereich der Neuronen, Informationen an Gliazellen weiterzugeben. Gliazellen gehören ebenfalls zum Hirngewebe und kümmern sich um die Speicherung von Informationen.


Genau wie Neuronen können aber auch Gliazellen von Toxinen gesättigt und in ihrer Funktionsfähigkeit beeinträchtigt werden. Wenn dies geschieht, verlieren die Gliazellen die Fähigkeit, Informationen sauber zu speichern.


|Besonderheiten


Wenn elektrische Impulse, gefüllt mit Informationen, auf Neuronen stoßen, die durch Pathogene, Schwermetalle oder Adrenalin verändert und/oder beschädigt wurden, schwächt dies ihre Fähigkeit, die ankommenden Informationen richtig zu registrieren und entsprechend gut und sauber übersetzt an andere Neuronen weiterzugeben. Informationen kommen dann unter Umständen verzerrt, fehlerhaft und verdreht beim nächsten Neuron an. Ein bisschen so wie bei Flüsterpost also!


Gehen wir nun aber einmal von gesunden, nicht beschädigten Neuronen aus. In diesem Fall besitzen nämlich einige der Neuronen spezielle Eigenschaften, die ihnen bei der sauberen Übersetzung von Informationen helfen. Aus diesen speziellen Neuronen strömen, sofern sie gesund sind, permanent elektrische Wellen aus, die sich entlang der Gliazellen bewegen, um dort, wie ein Magnetband, alte, gespeicherte Informationen aufzusammeln und zu den Neuronen zurück zu bringen.


Auf diese Weise werden neue Informationen stichprobenartig durch alte, bereits vorhandene Informationen auf ihre Richtigkeit/Plausibilität hin überprüft.


Wenn elektrische Impulse, gefüllt mit Informationen, hingegen auf ein beschädigtes Neuron stoßen, entstehen kleine Explosionen, die, wie Sonnenwinde von der Sonne ausgehend, von dem betroffenen Neuron ausstrahlen und in umliegende Gliazellen eindringen. Dort ziehen sie, auf dem Weg zurück zu dem ausgehenden Neuron, Informationen, die in den Gliazellen gespeichert sind, mit sich.


Durch diesen "Querverweis" auf alte, bereits vorhandene Informationen, versucht das Neuron, von dem die Explosion ausging, aktuelle Informationen zu verknüpfen, sie in ihrem Sinn zu ergänzen und zu vervollständigen.


Da beschädigte Neuronen aber in der Regel nicht mehr die Kapazitäten zur Wiederherstellung und Neuordnung ihrer wirren, verstreuten Informationen haben, werden verzerrte, fehlerhafte Informationen meist einfach von beschädigtem Neuron zu beschädigtem Neuron weitergegeben.


|Backup Plan


Sofern eine Person nicht schon stark mit Toxinen, wie z.B. Schwermetallen, gesättigt ist und noch gesunde Neuronen besitzt, kommt es schon auch vor, dass ein elektrischer Impuls, der gefüllt ist mit fehlerhaften, unvollständigen Informationen, auf ein gesundes Neuron stößt. In diesem Fall fungieren die gesunden Neuronen dann quasi als Backup. Sie sortieren die unvollständigen "Informationsschnipsel" neu und können diese sauber interpretieren, sodass sie wieder Sinn ergeben.


Die Übermittlung solcher Informationsfragmente durch elektrische Impulse nennt Anthony William "das statische Gehirn".


Je mehr Neuronen im Laufe des Lebens beschädigt werden, desto weniger "Backup Power" steht zur Verfügung, um Informationen wiederherzustellen. Sprachstörungen, Gedächtnisverlust, Konzentrationsschwierigkeiten und vieles mehr kann die Folge eines statischen Gehirns sein. Ein erster Schritt in ein gesundes Leben ist der Verzicht auf die "No-Foods", denn so wird gewährleistet, dass Pathogene ausgehungert und in der Folge unsere Leistungsfähigkeit nicht länger behindern werden kann.

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