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  • Monika

Herpes Viren - Part I

Warum Cytomegalo-Viren, Herpes Simplex oder Epstein-Barr alle Müdigkeit, Zuckungen, Taubheit oder Fieber auslösen und was Lyme mit Herpes zu tun hat.


Wer in die Bücher von Anthony William eintaucht, der stellt schnell fest, dass hinter verschiedensten Krankheiten oft immer wieder dieselben Viren stecken. Doch wie kann das sein? Warum löst ein und dasselbe Virus unzählige verschiedene Symptome aus?


Die Begründung hierfür liegt in der Diversifikation dieser Viren. Heißt, unter den Dachbegriff eines Virus (bspw. Epstein-Barr) fallen teils bis zu 60 Untergruppen. 60 Virenstämme, die sich aus dem einen ursprünglichen Virus heraus entwickelt haben. Wie gefährlich die Mutation von Pathogenen für uns Menschen sein kann, sehen wir auch ganz aktuell im Fall des Coronavirus. In der folgenden Artikelserie möchte ich die verschiedenen Stämme der Herpes-Familie auflisten, die sich sowohl aus harmlosen aber auch sehr aggressiven Viren zusammensetzen.


      |Herpes Simplex Virus 1 und 2


Dieses Virus zählt glücklicherweise zu den milderen Formen und ist dafür bekannt, besonders um den Mund und im Genitalbereich aufzutreten. Die äußerlichen Erscheinungen gehen oft einher mit Zuckungen, Taubheit und Schmerzen an den betroffenen Stellen. Zu HSV-1 zählen dabei bis zu 10 Untergruppen, aus HSV-2 mutierten um die 15 Varianten.


Unbekannt für die medizinische Wissenschaft und Forschung ist allerdings bis dato, dass es weitere 36 Herpesformen gibt, die ebenfalls Lippengeschwüre verursachen, jedoch nichts mit den dafür bekannten Herpes Simplex Viren zu tun haben.


      |Cytomegalo-Virus


Auch zu diesem Virus zählen etwa 20 Untergruppen, die sich aus dem Ursprungsvirus heraus entwickelten. Dieses Herpesvirus führt zu milder bis moderater Müdigkeit und organischen Beschwerden. So greift es beispielsweise bevorzugt Leber, Herz und Nieren an.


      |Epstein-Barr-Virus


Kommen wir nun zu einem der fiesesten Viren dieser Familie. Wie bereits zu Beginn erwähnt, haben sich aus dem 1964 erforschen Virus 60 mutierte Formen gebildet. Bei dieser doch sehr beachtlichen Anzahl, ist es nicht mehr ganz so verwunderlich, warum ein einziges Virus für so viele unterschiedliche Krankheitsbilder verantwortlich sein kann. EBV hat schlafende, milde aber auch extrem aggressive Formen. Durch die Vielzahl an unterschiedlichen Stämmen, kommt das Virus bereits auch bei Kindern vor.


Ein anderer Stamm dieses Pathogens wirkt sich besonders bei Frauen aus. Er ist dafür bekannt Brustkrebs auszulösen. Häufig werden Frauen durch einen Früherkennungstest auf die sogenannten Hochrisikogene BRCA 1 und BRCA 2 hin untersucht. Die Ärzte möchten so herausfinden, ob für die Patientin das Risiko besteht, an Brustkrebs zu erkranken.


Der aufmerksame Leser wird sich nun sicher fragen, wo hier der tiefere Sinn liegt, wenn die Ursache von Brustkrebs doch viraler und nicht genetischer Natur ist!


Den ausführlichen Artikel zum Epstein-Barr-Virus und seinem Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus, findest du hier.


      |Lyme-Borreliose


Diese Krankheit gilt immer noch als die am häufigsten durch Zecken übertragene Infektion in Europa. In seinem ersten Buch "Mediale Medizin" erklärt Anthony William jedoch in einem ganzen Kapitel, dass Lyme nicht durch das Borrelia burgdorferi Bakterium ausgelöst wird. Stattdessen sind auch hier Herpesviren am Werk; meist fünf oder mehr verschiedene Viren aus dieser Familie.


Wir können Viren nicht sehen, liegt doch genau hier aber die Gefahr. Diese kleinen Organismen bekommen heutzutage, wo unsere Welt immer toxischeren Stoffen ausgesetzt wird, ein buntes Portfolio an Nahrungsmitteln. Dies und die Tatsache, dass Viren schon vor vielen Jahrzehnten gelernt haben, Antibiotika und andere virentötende Mittel zu umgehen oder sie sogar zu ihren eigenen Zwecken zu gebrauchen, verdeutlicht ihre Gefahr. Die Mutation dieser Pathogene stellt sowohl für die Gesundheit des Menschen als auch für die der Natur eine immer größere Herausforderung dar.


Aber keine Panik, es gibt Möglichkeiten wie wir uns vor Viren schützen können. Mehr dazu im letzten Teil dieser Artikelserie. Der zweite Beitrag handelt jedoch zunächst von den Humanen Herpesviren 6 bis 12.

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