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  • Monika

Infrarotlicht-Therapie

Wie der Körper mit Hilfe des Sonnenlichts Photosynthese betreibt und warum Depressionen, Sportverletzungen oder Hautunreinheiten durch Rotlicht verbessert werden können.


In seinem Buch "Medical Food" spricht Anthony William nicht nur über die Veränderung des Sonnenlichts in den letzten Jahrhunderten, sondern auch über die Wirkung der Sonne auf unseren Körper. Verbunden werden der menschliche Organismus und das Sonnenlicht meist mit der Produktion von Vitamin D. Doch die Sonne hat noch eine weitaus größere Bedeutung für den Körper.


Sie ermöglicht eine Art Photosynthese wie wir sie von Pflanzen kennen. Die Sonne erlaubt unserem Körper die Synthese verschiedener Enzyme, Mineralstoffe, Vitamine und anderer Nährstoffe, die auf alle Systeme des Körpers vitalisierend wirken. Die Sonne ist demnach ein wichtiger Bestandteil für die Aufrechterhaltung unserer Gesundheit und unseres Wohlbefindens.


|Strahlenspektrum


Gerade in den Wintermonaten fehlt uns diese wichtige Sonneneinstrahlung allerdings oft. Genau deshalb kann eine Substitution mit Infrarotlicht sinnvoll sein. Denn auch die Sonne enthält einen großen Teil dieses Strahlenspektrums (zwischen 40 und 50 Prozent) und ist damit eine natürliche Infrarotlichtquelle. Auch wir, also unser Körper, strahlen Infrarotlicht aus. Jeder Körper tut dies, sofern seine Temperatur über dem absoluten Nullpunkt, also über -273,15° Grad Celsius liegt. Dieser Wert entspricht 0 Kelvin und wird als Ursprung der absoluten Temperaturskala angesehen.


Die Infrarotstrahlen, die als Teil des Sonnenlichts auch Teil der körperlichen Synthese von Nährstoffen sind, werden in drei Bereiche unterteilt. So gibt es Infrarot-A, -B und -C, die sich wesentlich durch die Wellenlänge und damit durch ihre Eindringtiefe in die Haut unterscheiden. Grundsätzlich gilt, je kürzer die Wellen, desto energetischer ist die Strahlung.


Diese Energie äußert sich bei Infrarotlicht in Form von Wärme. Nicht zuletzt deshalb wird seine Anwendung auch als wohltuend und beruhigend empfunden. Bevor wir uns jedoch den Anwendungsbereichen widmen, gilt es noch ein paar Fakten zu klären, um zu verstehen, warum die Nutzung von Infrarotlichtlampen oder -kabinen so sinnvoll ist.


|Wellenlänge/Eindringtiefe


Während der UV-Anteil des Sonnenlichts Wellenlängen unter 380 nm aufweist, liegt das sichtbare Licht, das alle Farben enthält, bei einer Wellenlänge von 380 bis 780 nm. Das Infrarotlicht besitzt hingegen Wellenlängen von 780 bis 1 Mio. nm. Der C-Anteil des Infrarotlichts hat die längsten Wellen mit über 3000 nm und somit eine Eindringtiefe in die Haut von nur circa 0,1 mm. Der B-Anteil kommt mit einer Wellenlänge von 1400 bis 3000 nm schon etwa 0,5 mm tief in die Haut. Die Eindringtiefe von circa 4 bis 5 Millimetern des A-Anteils liegt an seinen kurzwelligen Strahlen, die eine Wellenlänge von 780 bis 1400 nm aufweisen. Je kürzer die Wellen, desto tiefer dringen diese also in die Haut ein.


Profitiert wird von dem Rotlicht jedoch trotzdem am meisten in seinem Vollspektrum, also wenn alle Strahlenanteile vorhanden sind.


|Anwendungsbereiche


Gerade weil das Rotlicht im Vergleich zu anderem Licht tief in die Haut eindringt, können wir einen gesundheitlichen Nutzen daraus ziehen. So wurden der Rotlicht-Therapie bereits positive Effekte auf die Durchblutung und damit der Sauerstoffversorgung der Zellen nachgewiesen. Auch im Bereich des Sports kann von der Anwendung des Infrarotlichts profitiert werden, da das Licht positiv auf Gelenke und Muskeln einwirkt und die Regeneration nach (Sport)Verletzungen somit beschleunigt.


Auch die Lymphe werden durch die Strahlen angeregt, wodurch Wassereinlagerungen (Ödeme) verringert werden können. Verspannungen und Hautprobleme zählen ebenfalls zu den Symptomen, die durch die Anwendung von Infrarotlicht gelindert werden können.


Die Wärme, die durch die Infrarotstrahlen in unserem Körper entsteht, trägt zudem zu einer Verbesserung der Filterfunktion der Haut bei. Mit anderen Worten: man schwitzt mehr und kann die Schwitzfunktion hierdurch auch nachhaltig verbessern, wodurch Giftstoffe schneller aus dem Organismus transportiert werden können.


Nicht zu vergessen ist bei der Infrarotlicht-Therapie der Einfluss auf die Seele, denn durch die Wärme auf der Haut und das damit einhergehende wohlige Gefühl, können Stresszustände und innere Unruhe abgebaut werden.


Für eine optimale Entschlackung und Unterstützung des Immunsystems rät Anthony William die Anwendung des Rotlichts 15 bis 20 Minuten zweimal pro Woche. Über einen längeren Zeitraum angewendet, kann die Infrarotlichtbehandlung die Gesundheit positiv beeinflussen, Ängste und Depressionen, die besonders in den lichtarmen Monaten aufkommen, reduzieren und sogar dabei helfen Gewicht zu verlieren. Selbst, wenn die Wärme angenehm ist, sollte damit achtsam umgegangen werden, da die Gefahr von lokalen Verbrennungen bestehen kann! Auch der direkte Blick ins Licht sollte vermieden werden.


Infrarotlichtkabinen oder -saunen gibt es meist in öffentlichen Saunen. Wer sich das Geld für teure Saunagänge jedoch sparen möchte, der kann auch nach Lampen für den Heimgebrauch Ausschau halten. Es gibt die Rotlichtstrahler als Tisch- oder Stehlampen oder sogar als Platte, die an die Wand gehängt werden kann. Ganz wie es der eigene Geldbeutel und Anwendungsbereich eben zulässt/wünscht...

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