Das emotionale Gehirn

Warum Trauma, Verlust, Betrug etc. zu Verätzungen an unserem Nervensystem führen können und was Adrenalin damit zu tun hat.

 

Wenn wir über ein emotionales Gehirn sprechen, sprechen wir vor allen Dingen über extreme Hitze im Gehirn. Die schiere Existenz von Elektrizität in unserem Denkorgan generiert bereits Hitze. Im Normalfall, wenn nämlich die Zellen in unserem Körper sauber und funktionstüchtig sind, stellt diese Hitze kein Problem dar, doch der Normalfall existiert eben nur leider nicht wirklich.


Schauen wir uns also im Folgenden einmal an, warum der Normalfall nicht mehr existiert und welche Folgen das mit sich zieht.


|Adrenalin


Wie bereits im vorherigen Artikel erwähnt, erzeugen Giftstoffe, besonders jedoch Schwermetalle in unserem Körper verstopfte Zellen, unterdrückte Funktionen und extreme Hitze im Gehirn. Dass Emotionen, egal, ob gut oder schlecht, immer mit der Ausschüttung von Adrenalin einhergehen, ist durch ältere Bücher von Anthony William bereits bekannt. Neu hingegen ist, dass Adrenalin eine verstärkende Wirkung auf die Elektrizität in unserem Gehirn hat.


Adrenalin ist ein lebensnotwendiges Hormon, das in kleinen Mengen und milden Mischungen für die Aufrechterhaltung von Elektrizität in unserem Gehirn mitverantwortlich ist. Schwierig wird es nur, wenn emotional intensive Vorkommnisse aggressivere Adrenalinmischungen auf den Plan rufen. Denn diese "schlagen" mit einer noch viel intensiveren Wucht in unserem Gehirn ein, wodurch extreme Hitze entsteht.


Adrenalin hat zudem eine entzündliche Eigenschaft, die für das "Befeuern" unseres Stromnetzes im Gehirn durchaus notwendig ist. Allerdings lässt sich die durch Adrenalin ausgelöste Hitze nicht so leicht "löschen" und bleibt dadurch in der Regel länger im Gehirn vorhanden, wodurch das Stromnetz in unserem Gehirn überhitzen und in der Folge Schaden erleiden kann (dazu gleich mehr).


|Verätzungen


Wenn wir durch emotionale Zeiten gehen, generiert dies, wie bereits erwähnt, Hitze in unserem Gehirn, die zu physischen Wunden und Narben führen kann. Das Grübeln über die immer gleiche Situation oder denselben emotionalen Vorfall sorgt dafür, dass die elektrischen Impulse die immer gleiche Route in unserem Stromnetz nehmen, wodurch diese spezielle "Bahn" des Netzes extrem überhitzt. Diese Überhitzung kann dann zu Verätzungen an Nervengewebe führen.


Diese Verätzungen sorgen dafür, dass Gehirngewebe verhärtet und elektrische Impulse in der Folge diese Hirnareale nicht mehr so einfach passieren können. Denn eigentlich sollte Gehirngewebe weich und elastisch sein. Auch toxische Substanzen besitzen die Fähigkeit, Nervengewebe aushärten zu lassen.


Wenn uns starke Emotionen den Boden unter den Füßen wegziehen und wir in emotionalen Mustern gefangen sind, sammeln Neurotransmitterhormone im Emotionszentrum des Gehirns Informationen, dass möglicherweise ein weiteres emotional intensives Ereignis erfolgen könnte. Dieser Umstand kann dann dazu führen, dass eine Person hochsensibel oder sogar allergisch auf diese Art Ereignis/emotionales Muster reagiert.


|Schlaganfall


Traumatische Erlebnisse oder Schickssalschläge können auch zu emotionalen Schlaganfällen führen, indem winzige Blutgefäße im Emotionszentrum des Gehirns zeitweise beschädigt werden. Gehirngewebe, das extreme Hitze aushalten musste, kann gefühllos/unempfindsam, Neuronen dahingegen hochempfindlich werden.


Wie kann man sich einen solchen emotionalen Schlaganfall vorstellen? Typische Symptome können sein:


  • Unfähigkeit, klar zu denken

  • Panikattacken

  • Taubheitsgefühl/Gefühllosigkeit im gesamten Körper

  • Angst mit anderen Menschen in Kontakt zu treten

  • Quälendes Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt

  • Allergische Reaktion auf Stress, d. h., das Gefühl zu haben, dass man eine bestimmte Situation nicht händeln kann


Denkst du, du hattest schon einmal einen emotionalen Schlaganfall?

  • Mit diesen Hintergrundinformationen - Ja, auf jeden Fall!

  • Hm ich bin mir unsicher, glaube aber eher nicht


|Verbrennungen


Wenn die Verdauung eines Menschen schwach ist, sodass Fette und Proeine nicht richtig verwertet werden und im Darm zu gären beginnen und daraufhin dann Ammoniakgas bilden, die Person zusätzlich chronisch dehydriert ist und die Blutfettwerte aufgrund eines Lebensstils mit zu viel Fett/Protein hoch sind, kann ein einziger Funke des Stromnetzes in unserem Gehirn ausreichen, um das dort herumwabernde Ammoniakgas zu entzünden und damit Verbrennungen von Nervengewebe zu verursachen.


Die Hitze in unserem Gehirn, die nur durch Giftstoffe, Adrenalin, Pathogene und einen allgemein schlechten Lebensstil so extrem wird, kann nicht nur zu Verbrennungen am eigenen "System" führen, sondern Gehirnzellen auch absterben lassen. Zellen, die durch die Hitze nicht absterben, werden durch die Hitze allerdings zumindest "vom Netz" genommen, bis sie sich wieder erholt und mit Nährstoffen versorgt haben. Auch gesunde, reine Nervenzellen können durch zu viel und anhaltende Hitze in einen "Standby-Modus" übergehen, um sich vor der Hitze und dem Absterben zu schützen.


|Balance


Elektrische Impulse sind auf Sauerstoff angewiesen, denn genau wie Adrenalin ist auch Sauerstoff entzündlich und hilft somit dabei, die Elektrizität in unserem Gehirn im Fluss zu halten. Doch obwohl die durch die Elektrizität verursachte Hitze in unserem Gehirn ganz natürlich entsteht, ist das Spiel zwischen Hitze generieren aber nicht überhitzen ein Drahtseilakt, der nur dann gut ausgeht, wenn in unserem Gehirn folgende Stoffe vorhanden und ausbalanciert sind:

  1. Sauerstoff, Elektrolyte, Spurenelemente und Mineralsalze für die Aufrechterhaltung der Elektrizität

  2. Wasser und Glukose für die Kühlung. Glukose sorgt zudem dafür, dass Gehirngewebe weich und elastisch ist

  3. Neurotransmitter für die Übertragung von Informationen

  4. Vitamin B12 für die Reparatur beschädigter Gehirnzellen

  5. Aminosäuren nähren die Gehirnzellen

Ein Ungleichgewicht dieser Stoffe kann die Elektrizität in unserem Gehirn empfindlich stören und zu emotionaler Instabilität und Unausgeglichenheit führen.

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