Das saure Gehirn

Warum Übersäuerung nicht krank macht, dennoch aber Krankheiten begünstigt.

 

Eine gute Nachricht zu Beginn: Übersäuerung allein verursacht keine Krankheiten. Sie erleichtert allerdings die Umstände für pathogene Keime, um Symptome und Krankheiten auszulösen. So wirklich dufte sind Säuren in unserem Körper also nicht. Eine weitere positive Nachricht ist, dass es auch gute Säuren in unserem Organismus gibt, doch dazu später mehr.


Gehen wir es der Reihe nach an. Wie und warum bilden sich Säuren überhaupt in unserem Körper?


|Saures Milieu


Neben bestimmten Substanzen, die schon von Natur aus sauer sind und/oder einen sauren Effekt auf den Körper haben, wie z.B. Fett, Essig, Koffein (Kaffee, Schokolade, Kakao, Schwarzer und Grüner Tee, Matcha Tee), Alkohol, Medikamente, Schwermetalle, synthetische Düfte uvm., kann ein saures Milieu im Körper (z.B. durch regelmäßigen Konsum der eben aufgezählten Stoffe) auch zur Neubildung von Säuren führen.


Beispielsweise dann, wenn körpereigene Stoffe wie Insulin, Gallensäure und saure Adrenalinmischungen durch zu viel Fett, das das Blut verstopft und andickt, länger als eigentlich vorgesehen im Blutkreislauf festgehalten werden. Denn sowohl Insulin, als auch Gallensäure und aggressivere Adrenalinmischungen sind von Natur aus sauer und deshalb nicht dafür bestimmt, längere Zeit in unserem Blut zu verweilen. Werden sie durch andere Stoffe jedoch dort eingeschlossen, können unsere körpereigenen Substanzen zur Gefahr werden.


|Fett


Fett ist die führende Substanz unter den säurebildenden Substanzen. Denn Fett enthält Phosphor und Triglyceride, die beide einen extrem sauren Effekt auf den Körper besitzen. Fett führt zu chronischer Dehydrierung, da es das Wasser aus dem Blut verdrängt. Auch Sauerstoff wird von Fetten aus dem Blutstrom verdrängt. Fett verstopft das Blut, wodurch Giftstoffe dort gefangen bleiben und Insulin Schwierigkeiten bekommt, sich durch das viele Fett vorbei zu Glukosemolekülen zu manövrieren, um diese in unsere Zellen zu bringen.


|Pathogene Keime


Welchen negativen Einfluss Viren und Bakterien auf unsere Gesundheit haben, ist hinlänglich bekannt. Und wie in der Einleitung bereits angesprochen sind Säuren einer dieser Faktoren, die es Krankheitserregern in unserem Körper erlauben, sich zu vermehren und Entzündungen hervorzurufen, denn Viren und Bakterien gedeihen in einem sauren Milieu.


Säuren verringern die Menge an Spurenelementen im Gehirn und dem restlichen Körper, was wiederum das Immunsystem schwächt, da Spurenelemente für Immunzellen Nahrung darstellen. Spurenelemente variieren in ihrer Eigenschaft zwischen neutral und basisch.


Obwohl Eier, Milch/Milchprodukte und Gluten an sich schon Säuren bilden, dienen sie zusätzlich auch pathogenen Keimen als Nahrung. Gleiches gilt auch für Schwermetalle. Hinzu kommt, je mehr Fett Teil der Ernährung einer Person ist, desto weniger Sauerstoff ist in deren Blut enthalten und desto wohler fühlen sich dort auch Viren.


Viren reagieren allergisch auf Sauerstoff, weshalb ein ausgewogener Anteil an Sauerstoff essentiell ist. Da Säuren im Blut ein erreger- und giftstofffreundliches Milieu schaffen, sorgen sie gleichermaßen auch für einen Anstieg der Temperatur innerhalb unseres Gehirns. Die Ausscheidungen von Viren (Neurotoxine) und Giftstoffe, wie beispielsweise Schwermetalle verstärken die natürlich vorkommende Hitze im Gehirn und können sie dadurch in ein gefährliches "Feuer" verwandeln.


|Mineralstoffe


Um das "Säurebild" zu kompletieren, müssen wir auch noch über Calcium sprechen. Denn Calcium wird nicht nur dafür verwendet, Viren sozusagen einzumauern, sondern dient auch als natürlicher Säurepuffer im Körper. Wenn jedoch aufgrund eines schlechten Lebensstils zu wenig Calcium im Organismus vorhanden ist, muss sich der Körper an seinen eigenen Knochen sowie an den Zähnen bedienen.


Je weniger Knochenmasse, desto kleiner wird letztlich irgendwann auch unser Schädel und damit der Raum zwischen Schädel und Gehirn größer. Durch den dadurch entstehenden Hohlraum und die durch die Säuren verursachte poröse Struktur der Knochen, wird der Schädel anfälliger für Brüche.


|Gute Säuren


Es gibt auch Säuren in unserem Körper, von denen wir durchaus profitieren. Die oben angesprochene Gallensäure oder das Hormon Insulin beispielsweise. Auch die Magensäure soll unserem Vorteil dienen. Die Magensäure hat zwar innerhalb des Magens eine saure Eigenschaft, verändert diese allerdings zum basischen hin, sobald sie in den Zwölffingerdarm, den Beginn unseres Verdauungssystems, gelangt.


Auch Lebensmittelsäuren, wie die aus Zitrusfrüchten, haben einen alkalischen Effekt auf den Körper, da sie durch basische Mineralien gebildet werden. Man sollte also keinesfalls auf sie verzichten, insbesondere wenn Übersäuerung ein Problem im Körper darstellt.

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